Wolfgang Amadeus Mozart kam am 27. Januar 1756 in Salzburg zur Welt und hieß genau genommen Johannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart. Seinen 250. Geburtstag haben wir - wie weitere 500 Grundschulen in Deutschland - mit einem "Little Amadeus Aktionstag" gefeiert.

Dazu begrüßte ein als "Little Amadeus" auftretender Schüler Herrn Jensen (Klavier und Fagott) von der Musikschule Quickborn, der zusammen mit den Klarinettistinnen Frau Kölk und Frau Zechner nach Halstenbek gekommen war. Die drei spielten Musik von Mozart für uns. Zu Beginn hörten wir die Menuette KV 1 und KV 5 - die ersten Musikstücke, die er überhaupt komponiert hat. Er war damals erst 5 Jahre alt!

Dann gab es einen Satz aus einer seiner letzten Kompositionen, die er 35-jährig kurz vor seinem Tod geschrieben hat: den langsamen Satz aus dem Klarinettenkonzert KV 622. Die Klarinette war damals noch nicht sehr verbreitet, kaum jemand spielte sie. Mozart mochte sie aber sehr und komponierte dieses Stück für Anton Stadler, einen der bedeutendsten Klarinetten-Virtuosen seiner Zeit, mit dem er befreundet war.

"KV 622 " bedeutet "Musikstück Nr. 622 im Köchelverzeichnis". Ludwig Ritter von Köchel, geboren 1800, hat nach Mozarts Tod dessen Gesamtwerk geordnet. Er sortierte alle Opern, Konzerte, Menuette und sonstige Musikstücke nach dem Entstehungsdatum - insgesamt kam er so auf 626 Kompositionen. Eine enorme Leistung, die Mozart damals vollbracht hat!

...

Mehr als 250 Kinder unserer Schule waren in der Pausenhalle zusammengekommen. Sie hörten Musik und erfuhren außerdem von Florian, unserem "Little Amadeus", einiges über Mozart. Der trat zuerst als musikalisches Wunderkind auf und wurde dann ein berühmter Komponist. Seine Werke sind überall bekannt und werden auch heute noch von Musikern auf der ganzen Welt gespielt. Wer kennt nicht "Eine kleine Nachtmusik" oder die "Zauberflöte"?

Schon als ganz kleines Kind liebte Mozart die Musik. Mit 4 Jahren spielte er Klavier und Geige, mit 5 Jahren komponierte er erste Menuette. Als er 6 Jahre alt war, gab er bereits Konzerte und reiste dann zwischen 1763 und 1766 zusammen mit seiner Familie dreieinhalb Jahre lang in unbequemen, ungefederten Kutschen über Kopfsteinpflaster und unbefestigte Wege mit vielen Schlaglöchern durch ganz Europa. Ganz schön mühsam war das!

Bei den Auftritten begeisterten er und seine Schwester Nannerl ihr adeliges Publikum und auch viele berühmte Musiker und Komponisten mit ihrem kunstvollen Spiel. Die Kinder bekamen zwar viele Geschenke, aber sie waren sehr oft krank, weil das Reisen damals so beschwerlich war. Da haben wir es heute besser!

. Die Musiker zeigten und erklärten uns dann die Instrumente, die sie mitgebracht hatten .

Herr Jensen hob ein doppeltes Rohrblatt in die Höhe. So etwas steckt beim Fagott auf dem Mundstück, genau wie auch bei einer Oboe. Zwischen den beiden Blättern ist nur ein ganz schmaler Spalt, in den der Spieler Luft hineinbläst. Dadurch schwingen die Rohrblätter blitzschnell hin und her.

So sehen sie aus:

Mal verschließen die Blättchen den Spalt, mal lassen sie ihn frei. Durch das schnelle Hin- und Herschwingen der beiden Gegenschlag-Zungen entsteht ein Ton. Durch Klappen am Instrument lässt sich die Tonhöhe dann verändern, sodass der Musiker hohe oder tiefe Töne spielen kann.

Wenn du willst, kannst du selber mal ausprobieren, wie zwei schwingende Zungen einen Ton hervorbringen: Drücke einen Strohhalm am Ende etwa 2 cm lang ganz platt und beschneide den Halm dann seitlich so, dass der Strohhalm am Ende wie ein langgezogenes Dreieck aussieht. Dadurch endet dein Halm in 2 Spitzen, die sich gegenüberliegen.

Stecke dann dieses Dreieck in deine Mundhöhle hinein, aber so, dass du nichts davon berührst. Halte den Halm weiter hinten mit deinen Lippen fest und blase kräftig hinein. Wenn die beiden Strohhalm-Zungen in deinem Mund frei hin- und herschwingen können, entsteht ein kräftiger Ton.

Bei einer Klarinette und der tiefer klingenden Bassklarinette (auch Bassetthorn genannt) gibt es dagegen nur ein einziges Rohrblatt. Das ist mit Schnüren oder Metallbefestigungen vor einer Öffnung auf dem Mundstück so angebracht, dass es oben noch hin- und herschwingen kann. Wenn der Klarinettist hineinbläst, verschließt das Rohrblatt zuerst die Öffnung und gibt sie danach sofort wieder frei. Das wechselt ganz schnell und dadurch entsteht ein Ton.

.

Wusstest du, dass genau das auch passiert, wenn du einen Grashalm zwischen die Finger klemmst und kräftig pustest? Der Halm schwingt auf und ab und bringt so einen Ton zustande. Auf der Seite von zzebra kannst du sehen, wie man so etwas macht.

Nach den Erklärungen konnten die Kinder noch eigene Fragen zu Instrumenten stellen, die die Musiker beantworteten; außerdem wurden noch weitere Musikstücke vorgespielt. Schließlich endete der Mozart-Tag mit einem gemeinsamen Geburtstagsständchen für den Jubilar.

Uns hat dieser Tag gut gefallen und wir bedanken uns ganz herzlich bei den Musikern aus Quickborn, die so spontan bereit waren zu uns in die Schule zu kommen und hier unentgeltlich aufzutreten.

Ein dickes Dankeschön auch an dich, Florian, der du als "Little Amadeus" durchs Programm geführt hast!

Einen weiteren Dank schließlich an die Initiatoren und Ideengeber dieser Aktion, die uns mit ihren ebenfalls kostenlos bereitgestellten Materialien ganz toll unterstützt haben!

............. Möchtest du noch mehr wissen?

Oder willst du hören, wie die Musikinstrumente eines Orchesters klingen?

Wer Lust hat, sich noch mehr anzusehen, klicke bitte hier